Prävention und Gesundheitsförderung: die Grundlagen

Prävention und Gesundheitsförderung - Die Grundlagen

Grundsätzlich werden im deutschen Gesundheitswesen all die Maßnahmen als Präventionsmaßnahmen eingestuft, die dem Ziel dienen Krankheiten zu vermeiden und die allgemeine Gesundheit zu verbessern. Hintergrund hierbei ist, dass die meisten Krankheiten uns nicht bereits von Geburt an begleiten, sondern erst im Laufe des Lebens auftreten.

Prävention als solche, ist neben der Behandlung, der Rehabilitation und der Pflege eine der vier Säulen im Gesundheitssystem. Kann bestimmten Krankheiten nicht vorgebeugt werden, verfolgt sie das Ziel das Auftreten einer Krankheit zu verzögern oder zu verhindern, dass sich der Krankheitsverlauf verschlechtert.

Was für Arten der Prävention gibt es?

Der Überbegriff „Prävention“ wird in insgesamt drei unterschiedliche Arten von Maßnahmen unterteilt:

  • Primärprävention: Die Primärprävention fokussiert sich auf gesunde Menschen und soll mittels Ursachenbekämpfung Risiken minimieren
  • Sekundärprävention: Das Ziel der Sekundärprävention ist es, Krankheiten möglichst frühzeitig zu diagnostizieren und durch einen schnellen Therapiestart zu heilen oder eine Verschlechterung zu vermeiden.
  • Tertiärprävention: Die Tertiärprävention soll verhindern, dass bereits aufgetretene Krankheiten Folgeschäden oder Rückfälle nach sich ziehen.

Darüber hinaus wird zwischen Verhältnisprävention und Verhaltensprävention unterschieden. Die Verhaltensprävention konzentriert sich auf das individuelle Verhalten einer Person mit dem Ziel Krankheitsrisiken zu senken. Ein Beispiel hierfür wären Informations- und Aufklärungsmaßnahmen.

Die Verhältnisprävention hingegen hat den Fokus auf Risikosenkung durch eine sinnvolle Gestaltung von Umweltbedingung wie beispielsweise denen am Arbeitsplatz.

Wieso macht Prävention Sinn?

Betrachtet man die häufig auftretenden Volkskrankheiten wie Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes, so kann diesen in vielen Fällen durch Prävention vorgebeugt werden. Aber damit hört es noch nicht auf: Prävention kann dazu beitragen, die Lebensqualität erheblich zu erhöhen. Achtet man fortlaufend auf seine Gesundheit, fühlt man sich nämlich nicht nur körperlich, sondern auch geistig wohler.

Wo erhält man Zugang zu Präventionsmaßnahmen?

In der Regel fungiert hier die jeweilige Krankenkasse als ein erster sinnvoller Ansprechpartner, aber auch für Arbeitgeber sollte Prävention im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) von großem Interesse sein:

a) Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz:

Einen Großteil des Tages verbringen viele Menschen an ihrem Arbeitsplatz. Aus diesem Grund ist es aus Sicht einer Firma umso wichtiger Arbeitsbedingungen zu schaffen, die sich nicht negativ auf die Gesundheit auswirken.
Glücklicherweise hat eine Vielzahl von Firmen heutzutage bereits erkannt, dass sich ein gesundes Arbeitsklima sogar positiv und gleichzeitig nicht unerheblich auf die Effektivität und das Wohlbefinden von Mitarbeitern auswirkt.

b) Präventionsmaßnahmen von Krankenkassen:

Um die Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen (AU) zu reduzieren und Gefahren am Arbeitsplatz zu mindern, bieten Krankenkassen Unternehmen die Möglichkeit an, sie in beratender Tätigkeit umfassend zu unterstützen. Diese Unterstützung reicht von aller ersten Maßnahmen bis hin zu strategischen Komponenten in Unternehmen mit bereits gut ausgebautem betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Das Bundesgesundheitsministerium hat in diesem Zusammenhang eine Broschüre „Ratgeber zur Prävention und Gesundheitsförderung“ (PDF) publiziert, die Unternehmen vor allem im erstmaligen Umgang mit gesundheitsförderlichen Maßnahmen als Übersicht dienen soll.

Unsere fünf Fokusgebiete im Rahmen von betrieblicher Prävention:

Mit dem Ziel in die Thematik der „Prävention in Unternehmen“ tiefer einzusteigen, haben wir insgesamt drei Fokusgebiete definiert, über die wir in weiteren Artikeln berichten werden:

  1. Stressmangement: Psychische Gefahren am Arbeitsplatz

    Hier beschäftigen wir uns mit Ursachen und Auslösern von Stress und geben erste Tipps zur erfolgreichen Stressbewältigung am Arbeitsplatz. Mehr dazu gibt es hier im Artikel „Stressmanagement“

  2. Bewegung am Arbeitsplatz

    Viele Menschen behaupten, dass sie nach der Arbeit schlichtweg keine Zeit für Bewegung. Dabei lassen sich die ersten Veränderungen auch bereits während den Arbeitszeiten implementieren. Mehr dazu hier im Artikel „Bewegung am Arbeitsplatz“

  3. Gesunde Ernährung in Unternehmen

    Einen Großteil des Tages verbringt die Mehrheit der Menschheit am Arbeitsplatz. Gerade hier lauern viele Stolperfallen in der Kaffeküche, die es einer erfolgreichen Diät schwermachen können. Im Artikel „Gesunde Ernährung im Unternehmen“ zeigen wir wie man es trotzdem schaffen kann.

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